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Tennental-Blog   28. September 2019

Was macht eigentlich die Frauenbeauftragte in der Dorfgemeinschaft Tennental?

Fast drei Jahre Projektarbeit haben am 04.09.2019 ihre Früchte getragen! Wir freuen uns über die Gründung des Bundesnetzwerks für Frauenbeauftragte in Einrichtungen, eine der Gründerfrauen ist Nina Heizmann, die Frauenbeauftragte der Dorfgemeinschaft Tennental. Gemeinsam mit ihrer Unterstützerin, Julia Mall, ist sie genauso wie 120 weitere Frauenbeauftragte, Stellvertreterinnen und Unterstützerinnen aus ganz Deutschland nach Berlin gereist. Nun sind alle Voraussetzungen geschaffen, dass der Verein „Starke.Frauen.Machen – Bundesnetzwerk für Frauenbeauftragte in Einrichtungen“ beim Amtsgericht in Berlin ins Vereinsregister eingetragen werden kann.

Aber erstmal zu den Anfängen im Jahr 2017: die Projektgruppe von Weibernetz e. V. hat zu einem ersten Treffen nach Frankfurt eingeladen, zu dem 80 Frauenbeauftragte kamen, die daran interessiert waren, sich zu vernetzen, auszutauschen, zu informieren, sich zu stärken und gegenseitig zu unterstützen. Nina Heizmann wurde durch ihre Trainerin zur Frauenbeauftragten, Susanne Hasel, auf die Initiative aufmerksam und war gleich zu Beginn bei den Treffen dabei. Es folgten 2018 und 2019 etliche weitere Treffen, bei dem das Projekt immer konkretere Gestalt annahm.

Bei einem der Treffen im Jahr 2018 wurde beschlossen, dass ein Verein gegründet werden soll mit dem Ziel eine bundesweite Interessenvertretung im Sinne der Selbstbestimmung für Frauenbeauftragte und Stellvertreterinnen in Einrichtungen ins Leben zu rufen.

Ziele des Vereins sind die Information und Beratung von Frauenbeauftragten in Einrichtungen, die Unterstützung bei der Vermittlung von Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie bei der Schaffung von guten Rahmenbedingungen für die Arbeit von Frauenbeauftragten und die Unterstützung bei der Vernetzung von Frauenbeauftragten, Stellvertreterinnen, ihren Unterstützerinnen und den Trainerinnen und mit Frauenberatungsstellen und Angeboten gegen Gewalt vor Ort.

Das Besondere an diesem Projekt ist, dass ausschließlich Frauenbeauftragte die relevanten Entscheidungen treffen, nur sie können in den Vorstand gewählt werden. Bei der Gründungsversammlung am 04.09.2019 wurde über die lange erarbeitete Satzung abgestimmt, die Beitragsordnung und im Anschluss fand die Vorstandswahl statt. 18 Frauen stellten sich als Kandidatinnen für den Vorstand auf, davon wurden in etlichen Wahlgängen die 7 Vorstandsfrauen ermittelt. Nina Heizmann und Julia Mall haben bei der Wahl die Wahlleitung übernommen, eine für beide neue aber spannende Aufgabe. Als Nina Heizmann um 19:00 mit eineinhalb Stunden Verzögerung die letzte Kandidatin verkündigen konnte und auch die beiden Kassenprüferinnen gewählt waren, gab es eine große Gründungsfeier mit leckerem Essen.

Am 05.09. folgte ein großer Fachtag zum Thema Frauenbeauftragte in Einrichtungen, bei dem Frau Dr. Giffey, die Bundesfrauenministerin sprach sowie Jürgen Dusel, der Bundesbehindertenbeauftragte. Es gab Arbeitsgruppen und Podiumsdiskussionen mit den verschiedenen Vertretern aus der Politik, der Projektgruppe von Weibernetz e. V., Frauen-Organisationen und dem neu gegründeten Netzwerk. Nina Heizmann nimmt aus der fast dreijährigen Projektzeit viele neue Eindrücke mit, am meisten beeindruckt hat sie, wie unterschiedlich die einzelnen Frauen zusammenarbeiten oder unterstützt werden oder nicht, sie hat mehr Selbstbewusstsein gewonnen und außerdem ist es etwas Besonderes bei so einem Gründungsprozess dabei zu sein.

Sie möchte sich in den nächsten Monaten stärker für die Vernetzung der Frauenbeauftragten in Baden-Württemberg engagieren, dafür wird sie bei einem Fachtag am 11.10.2019 in Stuttgart einen Workshop anbieten, eingeladen sind alle interessierten Frauenbeauftragten, Stellvertreterinnen oder Unterstützerinnen.